Was kostet ein Freelancer in der Schweiz? Der ehrliche Kostenvergleich für KMU
Ein Geschäftsführer aus Winterthur ruft mich an. Er hat gerade ein Angebot eines IT-Projektmanagers auf dem Tisch. 132 Franken pro Stunde.
"Viel zu teuer", sagt er. "Mein letzter Angestellter hat 80 Franken pro Stunde gekostet."
"Haben Sie auch die AHV, die Pensionskasse, die Krankentaggeldversicherung, die fünf Wochen Ferien, die Krankheitstage und die Rekrutierungskosten eingerechnet?"
Kurze Pause.
"Nicht wirklich."
Genau da liegt das Problem.
Wenn KMU einen Freelancer-Stundensatz mit einem Angestellten-Lohn vergleichen, vergleichen sie Äpfel mit Orangen.
Der Stundensatz eines Freelancers ist transparent. Was draufsteht, ist was du zahlst. Keine versteckten Abgaben, keine Nebenkosten, kein Urlaubsgeld.
Bei einem Festangestellten ist das anders. Der Bruttolohn ist nur der Anfang. Wer die echten Kosten kennen will, muss tiefer rechnen.
Die folgenden Stundensätze basieren auf aktuellen Plattformdaten von Freelancer-Schweiz und beziehen sich auf qualifizierte Wissensarbeit in IT, Beratung, Finanzen und Ingenieurwesen. Über alle Branchen und Tätigkeiten hinweg liegt der Durchschnitt deutlich tiefer.
Die Bandbreite zeigt: Erfahrung, Spezialisierung und Projektkomplexität bestimmen den Preis. Wer gezielt sucht, findet auch im mittleren Bereich sehr gute Profile.
Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Ein KMU stellt einen erfahrenen IT-Projektmanager fest an. Jahresgehalt: 110.000 CHF brutto. Die folgende Rechnung arbeitet mit typischen Annahmen für einen Senior-Mitarbeiter in der Schweiz.
Direktkosten
Indirekte Kosten
Gesamtkosten Jahr 1: ca. 148.000 CHF
Basis: 2.000 mögliche Arbeitsstunden pro Jahr. Davon sind realistisch 1.500 bis 1.700 Stunden produktiv, nach Abzug von Ferien (5 Wochen), Krankheitstagen und internem Aufwand wie Meetings und Administration. Diese Rechnung arbeitet mit 1.700 Stunden als oberer Schätzwert.
Das ergibt einen effektiven Stundensatz von rund 87 CHF. Bei konservativeren 1.500 produktiven Stunden steigt dieser auf rund 99 CHF.
Der Freelancer-Stundensatz für dieselbe Rolle liegt im Schnitt bei 132 CHF. Auf den ersten Blick teurer. Aber du buchst nur, was du brauchst. Kein Leerlauf, keine Krankheitstage, keine Kündigungsfrist. Und keine Rekrutierung, die drei bis vier Monate dauert, während dein Projekt wartet.
Du brauchst für drei Monate einen Strategie-Berater für eine Markteintrittsanalyse. Eine Festanstellung für drei Monate ist unrealistisch. Ein Freelancer kostet dich für 200 Stunden bei 133 CHF rund 26.600 CHF. Fertig. Keine Folgekosten, keine Kündigungsfrist, kein Leerlauf danach.
Du brauchst jemanden mit sehr spezifischem Know-how, das du intern nicht aufbauen willst. Ein Datenanalyst für ein Digitalisierungsprojekt kostet im Schnitt 153 CHF pro Stunde. Das ist viel. Aber intern würdest du diese Kompetenz gar nicht finden oder jahrelang aufbauen müssen.
Dein Team ist ausgelastet. Ein neues Projekt kommt rein. Du kannst nicht schnell genug rekrutieren. Ein Freelancer ist in einer bis zwei Wochen einsatzbereit. Wer bereits weiss, welche Profile im Schweizer Markt verfügbar sind, spart hier zusätzlich Zeit. Die KMU-Suche auf Freelancer-Schweiz zeigt verifizierte Profile nach Kategorie und Stundensatz, ohne Umweg über Agenturen.
Fairness gehört dazu.
Wenn du jemanden brauchst, der täglich präsent ist, tief in deine Unternehmenskultur eingebunden wird und langfristig Verantwortung übernimmt, ist eine Festanstellung die bessere Wahl. Das gilt besonders für Führungsrollen und Positionen mit sehr hohem internem Wissensaufbau.
Ein Freelancer ist kein Ersatz für ein stabiles Kernteam. Er ist eine Ergänzung, wenn Geschwindigkeit, Spezialisierung oder Flexibilität gefragt sind.
Im Bereich qualifizierter Wissensarbeit wie IT, Beratung, Finanzen und Marketing liegt der Durchschnitt zwischen 95 und 160 CHF pro Stunde. Handwerkliche oder einfachere Tätigkeiten liegen deutlich tiefer.
Nein. Nach Einrechnung aller Vollkosten einer Festanstellung ist ein Freelancer bei klar abgegrenzten Projekten oft die günstigere Option, besonders im ersten Jahr.
Definiere zuerst den Leistungsumfang so konkret wie möglich. Dann hol zwei bis drei Angebote ein und vergleiche Stunden- oder Projektsatz, Verfügbarkeit und Erfahrung.
Selten, wenn du den Vertrag sauber aufgesetzt hast. Reisekosten und Spesen sollten explizit geregelt sein. Ein gutes Briefing verhindert teure Nacharbeiten.
132 Franken pro Stunde klingen nach viel.
148.000 Franken pro Jahr für eine Festanstellung auch.
Der Unterschied: Beim Freelancer weisst du genau, was du bekommst und wann du aufhörst zu zahlen.
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"Viel zu teuer", sagt er. "Mein letzter Angestellter hat 80 Franken pro Stunde gekostet."
"Haben Sie auch die AHV, die Pensionskasse, die Krankentaggeldversicherung, die fünf Wochen Ferien, die Krankheitstage und die Rekrutierungskosten eingerechnet?"
Kurze Pause.
"Nicht wirklich."
Genau da liegt das Problem.
Stundensatz ist nicht Gesamtkosten
Wenn KMU einen Freelancer-Stundensatz mit einem Angestellten-Lohn vergleichen, vergleichen sie Äpfel mit Orangen.
Der Stundensatz eines Freelancers ist transparent. Was draufsteht, ist was du zahlst. Keine versteckten Abgaben, keine Nebenkosten, kein Urlaubsgeld.
Bei einem Festangestellten ist das anders. Der Bruttolohn ist nur der Anfang. Wer die echten Kosten kennen will, muss tiefer rechnen.
Was ein Freelancer in der Schweiz wirklich kostet
Die folgenden Stundensätze basieren auf aktuellen Plattformdaten von Freelancer-Schweiz und beziehen sich auf qualifizierte Wissensarbeit in IT, Beratung, Finanzen und Ingenieurwesen. Über alle Branchen und Tätigkeiten hinweg liegt der Durchschnitt deutlich tiefer.
| Kategorie | CHF/h | Bandbreite |
|---|---|---|
| Berater-Strategie | 133 | 80 bis 225 |
| IT-Projektmanager | 132 | 70 bis 165 |
| Finanzexperte | 101 | 75 bis 150 |
| Ingenieur-Bau | 98 | 70 bis 125 |
Die Bandbreite zeigt: Erfahrung, Spezialisierung und Projektkomplexität bestimmen den Preis. Wer gezielt sucht, findet auch im mittleren Bereich sehr gute Profile.
Was eine Festanstellung wirklich kostet
Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Ein KMU stellt einen erfahrenen IT-Projektmanager fest an. Jahresgehalt: 110.000 CHF brutto. Die folgende Rechnung arbeitet mit typischen Annahmen für einen Senior-Mitarbeiter in der Schweiz.
Direktkosten
- Bruttolohn: 110.000 CHF
- AHV/IV/EO (Arbeitgeberanteil, ca. 5,3 %): 5.830 CHF
- Pensionskasse (Arbeitgeberanteil, typisch 5 bis 8 %; hier mit 8 % gerechnet): 8.800 CHF
- Unfallversicherung (ca. 1 %): 1.100 CHF
- Krankentaggeld (ca. 1,5 %): 1.650 CHF
Indirekte Kosten
- Krankheitstage (durchschnittlich 8 bis 9 Tage pro Jahr; hier mit 8 Tagen gerechnet): ca. 3.400 CHF
- Büroarbeitsplatz inkl. Hard- und Software: ca. 5.000 CHF pro Jahr
- Onboarding und Einarbeitung (einmalig): ca. 8.000 CHF
- Rekrutierungskosten (Stelleninserate, Zeitaufwand): ca. 6.000 CHF
Gesamtkosten Jahr 1: ca. 148.000 CHF
Basis: 2.000 mögliche Arbeitsstunden pro Jahr. Davon sind realistisch 1.500 bis 1.700 Stunden produktiv, nach Abzug von Ferien (5 Wochen), Krankheitstagen und internem Aufwand wie Meetings und Administration. Diese Rechnung arbeitet mit 1.700 Stunden als oberer Schätzwert.
Das ergibt einen effektiven Stundensatz von rund 87 CHF. Bei konservativeren 1.500 produktiven Stunden steigt dieser auf rund 99 CHF.
Der Freelancer-Stundensatz für dieselbe Rolle liegt im Schnitt bei 132 CHF. Auf den ersten Blick teurer. Aber du buchst nur, was du brauchst. Kein Leerlauf, keine Krankheitstage, keine Kündigungsfrist. Und keine Rekrutierung, die drei bis vier Monate dauert, während dein Projekt wartet.
Wann ein Freelancer günstiger ist
Szenario 1: Das Einmalprojekt
Du brauchst für drei Monate einen Strategie-Berater für eine Markteintrittsanalyse. Eine Festanstellung für drei Monate ist unrealistisch. Ein Freelancer kostet dich für 200 Stunden bei 133 CHF rund 26.600 CHF. Fertig. Keine Folgekosten, keine Kündigungsfrist, kein Leerlauf danach.
Szenario 2: Die Spezialkompetenz
Du brauchst jemanden mit sehr spezifischem Know-how, das du intern nicht aufbauen willst. Ein Datenanalyst für ein Digitalisierungsprojekt kostet im Schnitt 153 CHF pro Stunde. Das ist viel. Aber intern würdest du diese Kompetenz gar nicht finden oder jahrelang aufbauen müssen.
Szenario 3: Die Kapazitätsspitze
Dein Team ist ausgelastet. Ein neues Projekt kommt rein. Du kannst nicht schnell genug rekrutieren. Ein Freelancer ist in einer bis zwei Wochen einsatzbereit. Wer bereits weiss, welche Profile im Schweizer Markt verfügbar sind, spart hier zusätzlich Zeit. Die KMU-Suche auf Freelancer-Schweiz zeigt verifizierte Profile nach Kategorie und Stundensatz, ohne Umweg über Agenturen.
Wann eine Festanstellung trotzdem mehr Sinn macht
Fairness gehört dazu.
Wenn du jemanden brauchst, der täglich präsent ist, tief in deine Unternehmenskultur eingebunden wird und langfristig Verantwortung übernimmt, ist eine Festanstellung die bessere Wahl. Das gilt besonders für Führungsrollen und Positionen mit sehr hohem internem Wissensaufbau.
Ein Freelancer ist kein Ersatz für ein stabiles Kernteam. Er ist eine Ergänzung, wenn Geschwindigkeit, Spezialisierung oder Flexibilität gefragt sind.
Wie du ein Freelancer-Budget richtig planst
- Stunden oder Projekt? Ein Stundensatz ist flexibel, aber schwer zu budgetieren. Ein Projektpreis gibt Sicherheit, erfordert aber ein klares Briefing.
- Puffer einrechnen. Plane 15 bis 20 Prozent für Feedbackrunden, Nacharbeiten und Scope-Anpassungen.
- Tagessatz prüfen. Viele Freelancer bieten bei längeren Projekten Tagessätze an. Das ist oft günstiger als der Stundensatz hochgerechnet.
- Nebenkosten klären. Reisekosten und Spesen sind nicht immer im Stundensatz enthalten. Explizit regeln.
- Vertragsstruktur festlegen. Werkvertrag oder Auftrag? Die Wahl beeinflusst Haftung und Abnahme. Was du vertraglich regeln musst, bevor ein Projekt startet, zeigt der Artikel zu Freelancer-Verträgen in der Schweiz.
Häufige Fragen
Was ist ein normaler Stundensatz für Freelancer in der Schweiz?
Im Bereich qualifizierter Wissensarbeit wie IT, Beratung, Finanzen und Marketing liegt der Durchschnitt zwischen 95 und 160 CHF pro Stunde. Handwerkliche oder einfachere Tätigkeiten liegen deutlich tiefer.
Ist ein Freelancer immer teurer als ein Angestellter?
Nein. Nach Einrechnung aller Vollkosten einer Festanstellung ist ein Freelancer bei klar abgegrenzten Projekten oft die günstigere Option, besonders im ersten Jahr.
Wie budgetiere ich ein Freelancer-Projekt richtig?
Definiere zuerst den Leistungsumfang so konkret wie möglich. Dann hol zwei bis drei Angebote ein und vergleiche Stunden- oder Projektsatz, Verfügbarkeit und Erfahrung.
Gibt es versteckte Kosten bei Freelancern?
Selten, wenn du den Vertrag sauber aufgesetzt hast. Reisekosten und Spesen sollten explizit geregelt sein. Ein gutes Briefing verhindert teure Nacharbeiten.
132 Franken pro Stunde klingen nach viel.
148.000 Franken pro Jahr für eine Festanstellung auch.
Der Unterschied: Beim Freelancer weisst du genau, was du bekommst und wann du aufhörst zu zahlen.
-> Jetzt auf Freelancer-Schweiz den passenden Experten für dein KMU finden.
Über den Autor
Name: Amor Dhaouadi
Kurzbeschreibung:
Amor ist dein Partner und Helfer, wenn du mehr Erfolg im Beruf und im Geschäft haben willst.
Gibt Orientierung bei komplexen Entscheidungen in Vertrieb, Marketing und Strategie.
Unterstützt Solopreneure und Unternehmer dabei, Klarheit zu gewinnen, Potenziale zu erkennen und wirkungsvolle Schritte umzusetzen.
Der Fokus: praxisnahe Impulse, die Wachstum fördern: persönlich, unternehmerisch und strategisch
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Dieser Artikel wurde in den Freelancer-Schweiz-News 04/2026 - Bonusausgabe veröffentlicht.



