Als Freelancer durch den Sommer: Wie du Auftragsflauten vermeidest
Es ist Mitte Juli. Das Postfach bleibt still, die letzte Anfrage ist Wochen her. Während andere am See sitzen, kriecht bei dir die Unsicherheit hoch. Kommt im Herbst überhaupt noch was?
Atme durch. Diese Flaute ist kein Zufall und kein persönliches Versagen. Sie ist saisonal, sie ist bekannt, und genau deshalb ist sie vermeidbar. Du musst nur ein paar Wochen früher denken als der Markt.
Kurz gesagt: Die Sommerflaute ist saisonal und planbar. Im Sommer sind Entscheider in den Ferien, Budgets liegen auf Eis, neue Projekte werden verschoben. Da ein B2B-Auftrag von der ersten Anfrage bis zum Start meist zwei bis sechs Monate braucht, gewinnst du den Sommer im Frühling. Wer kontinuierlich akquiriert, wiederkehrende Mandate aufbaut und auch im Sommer sichtbar bleibt, übersteht die Delle ohne Einbruch.
Die Sommerdelle ist real und messbar. Die grösste Freelancer-Plattform im deutschsprachigen Raum zeigt für 2025 ein klares Muster. Die Projektaktivität steigt zum Jahresbeginn, im Sommer wird die Nachfrage spürbar geringer, und im Dezember bricht sie am stärksten ein. Der Grund ist simpel. Entscheider sind in den Ferien, Budgets liegen auf Eis, Projekte werden auf nach den Ferien geschoben.
Das Problem ist also selten fehlende Nachfrage. Es ist fehlender Vorlauf. Wer erst im Juli akquiriert, wenn das Postfach schon still ist, ist zu spät dran.
Eine Zahl macht das deutlich. In einer aktuellen Erhebung hatten 43 Prozent der befragten Freelancer keine gesicherte Auslastung für die kommenden Monate. Nur 13 Prozent hatten Projekte für vier bis sechs Monate sicher. Solche kurzen Planungshorizonte machen jede saisonale Schwankung doppelt gefährlich.
Viele Freelancer verkaufen reaktiv. Sind die Auftragsbücher voll, läuft kein Marketing. Sind sie leer, kommt die Panik. Dieses Auf und Ab erzeugt die Flaute mit.
Die Umfragen zeigen es deutlich. 36 Prozent der Freelancer berichten von einer klar verschlechterten Auftragslage, nur 10 Prozent von einer Verbesserung. Ein zentraler Engpass ist die unregelmässige Akquise. Viele reagieren erst, wenn die Pipeline bereits leer ist.
Wer dagegen kontinuierlich akquiriert, erntet messbar bessere Ergebnisse. Strukturierte, laufende Akquise verkürzt den Verkaufszyklus deutlich und stabilisiert den Umsatz.
Der Rhythmus schlägt den Stossbetrieb.
Der wichtigste Hebel gegen die Sommerflaute liegt nicht im Sommer. Er liegt im Frühling. Wer seine Auslastung plant, statt sie dem Zufall zu überlassen, akquiriert nicht gegen die Flaute, sondern vor ihr.
Im B2B-Geschäft dauert es von der ersten Anfrage bis zum Auftrag meist zwei bis sechs Monate, bei beratungsintensiven Leistungen oft länger. Das verändert dein Timing grundlegend.
Entscheider genehmigen geplante Projekte gern noch vor den Ferien. Genau dieses Fenster nutzt du, indem du bestehende Kunden früh ansprichst und Folgeaufträge sicherst, solange die Zusammenarbeit warm ist.
Sollte trotzdem eine ruhige Phase kommen, dann verschwende sie nicht mit Warten. Wenn weniger Aufträge laufen, wird Zeit zur Ressource.
Genau das tun die erfolgreichen Freelancer. 61 Prozent haben im letzten Jahr gezielt in Weiterbildung investiert, und 35 Prozent berichten bereits von messbaren Vorteilen wie besserer Sichtbarkeit und höheren Sätzen. Die ruhige Zeit ist die beste Zeit, um zu schärfen, was im Herbst Aufträge bringt.
Nutze sie für die Dinge, die im Tagesgeschäft liegen bleiben. Schärfe dein Profil, hol dir Referenzen von zufriedenen Kunden, aktualisiere dein Portfolio, baue eine neue Fähigkeit aus. So zahlst du aktiv in den Herbst ein, statt nur auf ihn zu warten.
Der stärkste Schutz gegen jede Delle ist planbares Einkommen. Genau dafür gibt es Retainer, Wartungsmandate und Pakete.
Ein Retainer ist nichts anderes als eine laufende Zusammenarbeit gegen ein festes monatliches Honorar. Statt jedes Projekt neu zu verkaufen, lieferst du regelmässig und wirst regelmässig bezahlt. Studien zeigen, dass Dienstleister mit hohem Retainer-Anteil deutlich stabilere Jahresumsätze und geringere Schwankungen haben. Genau das glättet die Sommerdelle.
Der Einstieg ist einfacher, als du denkst. Biete einem guten Kunden statt eines Einzelprojekts ein laufendes Mandat an. Eine monatliche Betreuung, ein Wartungspaket, eine feste Stundenzahl pro Monat. Wie du den Wert dahinter selbstbewusst kommunizierst, vertiefst du in unserem Beitrag zur Preispsychologie für Freelancer.
Während die Konkurrenz pausiert, ist Aufmerksamkeit günstig. Genau das ist deine Chance.
Im Schweizer Markt ist die Nachfrage stabil bis leicht steigend. Im Juni 2026 waren allein auf einer Plattform 563 offene Projekte für die Schweiz gelistet, im Mai zuvor 527. Die Aufträge sind also da. Die Frage ist, ob die Kunden dich finden, wenn sie nach den Ferien wieder loslegen.
Dafür sorgst du jetzt. Ein aktuelles, klar positioniertes Profil, regelmässige Beiträge und eine gepflegte Plattformpräsenz arbeiten für dich, auch wenn du selbst am See sitzt. Sichtbarkeit ist kein Sommerluxus. Sie ist deine Pipeline für den Herbst.
Die Sommerflaute ist saisonal und vorhersehbar, also planbar. 43 Prozent der Freelancer haben keine gesicherte Auslastung, der häufigste Engpass ist unregelmässige Akquise. Da ein B2B-Auftrag zwei bis sechs Monate Vorlauf braucht, müssen Sommerprojekte im Frühling angebahnt werden. Wer kontinuierlich akquiriert, die ruhige Zeit für Weiterbildung und Profilpflege nutzt, wiederkehrende Mandate aufbaut und auch im Sommer sichtbar bleibt, glättet die Delle und startet stark in den Herbst.
Wann sollte ich für den Sommer akquirieren?
Spätestens im Frühling. Da ein B2B-Auftrag von der ersten Anfrage bis zum Start meist zwei bis sechs Monate braucht, müssen Sommerprojekte im März bis Mai angebahnt sein. Wer erst im Juli startet, ist für den Sommer zu spät dran.
Soll ich im Sommer meine Preise senken, um Aufträge zu bekommen?
Nein. Ein tieferer Preis löst kein Timing-Problem, er beschädigt nur deine Positionierung. Besser ist, früher zu akquirieren, wiederkehrende Mandate aufzubauen und die ruhige Zeit für Sichtbarkeit zu nutzen.
Lohnt es sich, im Sommer in Marketing zu investieren?
Ja, gerade dann. Wenn viele pausieren, ist Aufmerksamkeit günstiger zu haben. Ein gepflegtes Profil und regelmässige Präsenz sorgen dafür, dass du im Herbst zuerst gefragt wirst.
-> Trag dich jetzt bei Freelancer-Schweiz ein und sei sichtbar, wenn die KMU nach den Ferien wieder Projekte vergeben.
Atme durch. Diese Flaute ist kein Zufall und kein persönliches Versagen. Sie ist saisonal, sie ist bekannt, und genau deshalb ist sie vermeidbar. Du musst nur ein paar Wochen früher denken als der Markt.
Kurz gesagt: Die Sommerflaute ist saisonal und planbar. Im Sommer sind Entscheider in den Ferien, Budgets liegen auf Eis, neue Projekte werden verschoben. Da ein B2B-Auftrag von der ersten Anfrage bis zum Start meist zwei bis sechs Monate braucht, gewinnst du den Sommer im Frühling. Wer kontinuierlich akquiriert, wiederkehrende Mandate aufbaut und auch im Sommer sichtbar bleibt, übersteht die Delle ohne Einbruch.
Warum der Sommer Freelancer härter trifft, als er sollte
Die Sommerdelle ist real und messbar. Die grösste Freelancer-Plattform im deutschsprachigen Raum zeigt für 2025 ein klares Muster. Die Projektaktivität steigt zum Jahresbeginn, im Sommer wird die Nachfrage spürbar geringer, und im Dezember bricht sie am stärksten ein. Der Grund ist simpel. Entscheider sind in den Ferien, Budgets liegen auf Eis, Projekte werden auf nach den Ferien geschoben.
Das Problem ist also selten fehlende Nachfrage. Es ist fehlender Vorlauf. Wer erst im Juli akquiriert, wenn das Postfach schon still ist, ist zu spät dran.
Eine Zahl macht das deutlich. In einer aktuellen Erhebung hatten 43 Prozent der befragten Freelancer keine gesicherte Auslastung für die kommenden Monate. Nur 13 Prozent hatten Projekte für vier bis sechs Monate sicher. Solche kurzen Planungshorizonte machen jede saisonale Schwankung doppelt gefährlich.
Der Denkfehler: Akquise nur, wenn die Pipeline leer ist
Viele Freelancer verkaufen reaktiv. Sind die Auftragsbücher voll, läuft kein Marketing. Sind sie leer, kommt die Panik. Dieses Auf und Ab erzeugt die Flaute mit.
Die Umfragen zeigen es deutlich. 36 Prozent der Freelancer berichten von einer klar verschlechterten Auftragslage, nur 10 Prozent von einer Verbesserung. Ein zentraler Engpass ist die unregelmässige Akquise. Viele reagieren erst, wenn die Pipeline bereits leer ist.
Wer dagegen kontinuierlich akquiriert, erntet messbar bessere Ergebnisse. Strukturierte, laufende Akquise verkürzt den Verkaufszyklus deutlich und stabilisiert den Umsatz.
Der Rhythmus schlägt den Stossbetrieb.
Den Sommer im Frühling gewinnen: So planst du deine Auslastung
Der wichtigste Hebel gegen die Sommerflaute liegt nicht im Sommer. Er liegt im Frühling. Wer seine Auslastung plant, statt sie dem Zufall zu überlassen, akquiriert nicht gegen die Flaute, sondern vor ihr.
Im B2B-Geschäft dauert es von der ersten Anfrage bis zum Auftrag meist zwei bis sechs Monate, bei beratungsintensiven Leistungen oft länger. Das verändert dein Timing grundlegend.
| Projektstart | Akquise-Vorlauf | Was du jetzt tust |
|---|---|---|
| Juli / August | März bis Mai | Kunden vor den Ferien auf Sommerprojekte ansprechen |
| September / Oktober | Mai bis Juli | Schon im Frühsommer Herbsttermine fixieren |
| Jahresbeginn | Oktober bis Dezember | Folgeaufträge sichern, solange die Zusammenarbeit warm ist |
Entscheider genehmigen geplante Projekte gern noch vor den Ferien. Genau dieses Fenster nutzt du, indem du bestehende Kunden früh ansprichst und Folgeaufträge sicherst, solange die Zusammenarbeit warm ist.
Die stille Zeit produktiv nutzen, statt sie nur zu überbrücken
Sollte trotzdem eine ruhige Phase kommen, dann verschwende sie nicht mit Warten. Wenn weniger Aufträge laufen, wird Zeit zur Ressource.
Genau das tun die erfolgreichen Freelancer. 61 Prozent haben im letzten Jahr gezielt in Weiterbildung investiert, und 35 Prozent berichten bereits von messbaren Vorteilen wie besserer Sichtbarkeit und höheren Sätzen. Die ruhige Zeit ist die beste Zeit, um zu schärfen, was im Herbst Aufträge bringt.
Nutze sie für die Dinge, die im Tagesgeschäft liegen bleiben. Schärfe dein Profil, hol dir Referenzen von zufriedenen Kunden, aktualisiere dein Portfolio, baue eine neue Fähigkeit aus. So zahlst du aktiv in den Herbst ein, statt nur auf ihn zu warten.
Wiederkehrende Einnahmen als Flautenschutz
Der stärkste Schutz gegen jede Delle ist planbares Einkommen. Genau dafür gibt es Retainer, Wartungsmandate und Pakete.
Ein Retainer ist nichts anderes als eine laufende Zusammenarbeit gegen ein festes monatliches Honorar. Statt jedes Projekt neu zu verkaufen, lieferst du regelmässig und wirst regelmässig bezahlt. Studien zeigen, dass Dienstleister mit hohem Retainer-Anteil deutlich stabilere Jahresumsätze und geringere Schwankungen haben. Genau das glättet die Sommerdelle.
Der Einstieg ist einfacher, als du denkst. Biete einem guten Kunden statt eines Einzelprojekts ein laufendes Mandat an. Eine monatliche Betreuung, ein Wartungspaket, eine feste Stundenzahl pro Monat. Wie du den Wert dahinter selbstbewusst kommunizierst, vertiefst du in unserem Beitrag zur Preispsychologie für Freelancer.
Sichtbarkeit, die auch im Sommer arbeitet
Während die Konkurrenz pausiert, ist Aufmerksamkeit günstig. Genau das ist deine Chance.
Im Schweizer Markt ist die Nachfrage stabil bis leicht steigend. Im Juni 2026 waren allein auf einer Plattform 563 offene Projekte für die Schweiz gelistet, im Mai zuvor 527. Die Aufträge sind also da. Die Frage ist, ob die Kunden dich finden, wenn sie nach den Ferien wieder loslegen.
Dafür sorgst du jetzt. Ein aktuelles, klar positioniertes Profil, regelmässige Beiträge und eine gepflegte Plattformpräsenz arbeiten für dich, auch wenn du selbst am See sitzt. Sichtbarkeit ist kein Sommerluxus. Sie ist deine Pipeline für den Herbst.
Kurz zusammengefasst
Die Sommerflaute ist saisonal und vorhersehbar, also planbar. 43 Prozent der Freelancer haben keine gesicherte Auslastung, der häufigste Engpass ist unregelmässige Akquise. Da ein B2B-Auftrag zwei bis sechs Monate Vorlauf braucht, müssen Sommerprojekte im Frühling angebahnt werden. Wer kontinuierlich akquiriert, die ruhige Zeit für Weiterbildung und Profilpflege nutzt, wiederkehrende Mandate aufbaut und auch im Sommer sichtbar bleibt, glättet die Delle und startet stark in den Herbst.
FAQ
Wann sollte ich für den Sommer akquirieren?
Spätestens im Frühling. Da ein B2B-Auftrag von der ersten Anfrage bis zum Start meist zwei bis sechs Monate braucht, müssen Sommerprojekte im März bis Mai angebahnt sein. Wer erst im Juli startet, ist für den Sommer zu spät dran.
Soll ich im Sommer meine Preise senken, um Aufträge zu bekommen?
Nein. Ein tieferer Preis löst kein Timing-Problem, er beschädigt nur deine Positionierung. Besser ist, früher zu akquirieren, wiederkehrende Mandate aufzubauen und die ruhige Zeit für Sichtbarkeit zu nutzen.
Lohnt es sich, im Sommer in Marketing zu investieren?
Ja, gerade dann. Wenn viele pausieren, ist Aufmerksamkeit günstiger zu haben. Ein gepflegtes Profil und regelmässige Präsenz sorgen dafür, dass du im Herbst zuerst gefragt wirst.
-> Trag dich jetzt bei Freelancer-Schweiz ein und sei sichtbar, wenn die KMU nach den Ferien wieder Projekte vergeben.
Über den Autor
Name: Amor Dhaouadi
Kurzbeschreibung:
Amor ist dein Partner und Helfer, wenn du mehr Erfolg im Beruf und im Geschäft haben willst.
Gibt Orientierung bei komplexen Entscheidungen in Vertrieb, Marketing und Strategie.
Unterstützt Solopreneure und Unternehmer dabei, Klarheit zu gewinnen, Potenziale zu erkennen und wirkungsvolle Schritte umzusetzen.
Der Fokus: praxisnahe Impulse, die Wachstum fördern: persönlich, unternehmerisch und strategisch
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Dieser Artikel wurde in den Freelancer-Schweiz-News 07/2026 - Erstausgabe veröffentlicht.



