Das Kaffee-Prinzip
Das Projektmeeting läuft seit 40 Minuten.
Sieben Personen in der Runde. Strategieberater, Projektleiterin, zwei Abteilungsleiter, eine HR-Verantwortliche und irgendwo am Ende der Teilnehmerliste: der Freelancer.
Man spricht über Zeitplan, Budget, Verantwortlichkeiten. Alle nicken. Die Projektleiterin teilt ihren Bildschirm. Ein buntes Gantt-Diagramm erscheint.
Der Freelancer scrollt durch die Liste.
Dort, ganz unten, zwischen Diverses und Noch offen: sein Name. Unter der Kategorie Sonstige.
Nach dem Meeting tippt er seiner Kollegin, die dasselbe schon dreimal erlebt hat:
„Ich glaube, ich arbeite nach dem Kaffee-Prinzip."
„Wie meinst du das?"
„Ohne mich läuft das Projekt nicht. Aber im Plan stehe ich unter Sonstige."
Kurze Pause.
„Willkommen in der Schweiz", schreibt sie zurück. „Hier sagt man das nicht laut. Man macht es einfach."
Der Freelancer lehnt sich zurück.
Und denkt sich: Solange die Rechnung pünktlich bezahlt wird und das Projekt ohnehin ohne mich nicht läuft, können sie mich unter „Briefträger" eintragen. Es ist mir egal.
Sieben Personen in der Runde. Strategieberater, Projektleiterin, zwei Abteilungsleiter, eine HR-Verantwortliche und irgendwo am Ende der Teilnehmerliste: der Freelancer.
Man spricht über Zeitplan, Budget, Verantwortlichkeiten. Alle nicken. Die Projektleiterin teilt ihren Bildschirm. Ein buntes Gantt-Diagramm erscheint.
Der Freelancer scrollt durch die Liste.
Dort, ganz unten, zwischen Diverses und Noch offen: sein Name. Unter der Kategorie Sonstige.
Nach dem Meeting tippt er seiner Kollegin, die dasselbe schon dreimal erlebt hat:
„Ich glaube, ich arbeite nach dem Kaffee-Prinzip."
„Wie meinst du das?"
„Ohne mich läuft das Projekt nicht. Aber im Plan stehe ich unter Sonstige."
Kurze Pause.
„Willkommen in der Schweiz", schreibt sie zurück. „Hier sagt man das nicht laut. Man macht es einfach."
Der Freelancer lehnt sich zurück.
Und denkt sich: Solange die Rechnung pünktlich bezahlt wird und das Projekt ohnehin ohne mich nicht läuft, können sie mich unter „Briefträger" eintragen. Es ist mir egal.
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Dieser Artikel wurde in den Freelancer-Schweiz-News 05/2026 veröffentlicht.



