Schwerpunkte und Erfahrung: So schreibst du die zwei Profilfelder, die über Anfragen entscheiden
Das stimmt vermutlich alles. Nur weiss ein Geschäftsführer danach immer noch nicht, was dieser Mann für ihn tun kann.
Heute steht im selben Feld: „Praxisnahe Konstruktion für Maschinen- und Anlagenbau: von der Idee über die Entwicklung und Detailkonstruktion bis zur Inbetriebnahme. Fokus auf Baugruppen, Werkzeuge, fertigungsgerechte Lösungen sowie Produktions- und Montagebetreuung. Flexibel einsetzbar für Projektspitzen, Neuentwicklungen und Konstruktionsoptimierungen.“
Gleicher Freelancer, gleiche Fähigkeiten. Aber jetzt erkennt ein KMU sofort, ob er zum eigenen Projekt passt.
Kurz gesagt: Auf Freelancer-Schweiz.ch beantworten zwei Profilfelder die wichtigsten Fragen eines Kunden. „Schwerpunkte“ sagt, was du für ihn tun kannst. „Erfahrung“ zeigt, warum er dir das zutrauen kann. Wer beide Felder klar trennt, mit der Sache beginnt und Floskeln durch Belege ersetzt, wird schneller verstanden und öfter angefragt.
Zwei Felder, zwei Fragen
Ein KMU-Entscheider liest selten ein Profil von oben bis unten. Er überfliegt mehrere Profile und sucht Antworten auf zwei Fragen: Was kann er für mich tun? Das beantwortet das Feld „Schwerpunkte“. Kann ich ihm das zutrauen? Das beantwortet das Feld „Erfahrung“.
Der häufigste Fehler ist, beide Felder mit demselben Inhalt zu füllen. Dann steht zweimal, was du machst, und nirgends, warum du es gut machst. Was Unternehmen sonst noch von einem Profil erwarten, liest du in Freelancer-Profil Schweiz: Was Unternehmen wirklich wollen.
Was gehört ins Feld „Schwerpunkte“?
Beginne mit der Sache, nicht mit dir. „Webentwicklung für KMU“ sagt mehr als „Ich bin ein erfahrener Entwickler“. Der Kunde sucht eine Leistung, keine Person.
Nenne 3 bis 5 konkrete Aufgaben. Und zwar so, wie ein Kunde sie selbst suchen würde: „Baugruppen“, „Werkzeuge“, „Montagebetreuung“. Allgemeine Begriffe wie „Beratung“ oder „Support“ findet niemand.
Sag, für wen du arbeitest. Branchen oder Kundentypen helfen dem Kunden, sich wiederzuerkennen: „für KMU im Anlagenbau“ statt „für alle Branchen“.
Zeig das Ergebnis. Was hat der Kunde am Ende in der Hand? Fertigungsreife Zeichnungen, eine laufende Website, einen sauberen Jahresabschluss.
Nenne die Situationen, in denen man dich holt. Projektspitzen, Neuentwicklungen, ein Engpass vor einer Frist. So wird „flexibel“ belegt statt nur behauptet.
Was gehört ins Feld „Erfahrung“?
Die Erfahrung soll belegen, nicht wiederholen. Hier gehören Fakten hin, die Vertrauen schaffen: die Jahre im Fachgebiet, nicht im Berufsleben allgemein. Zwei bis drei Projekte oder Aufgaben, die zeigen, was du kannst, am besten mit Zahlen zu Anzahl, Grösse oder Ergebnis. Die Branchen oder Firmentypen, in denen du gearbeitet hast. Und eine Ausbildung oder ein Abschluss, sofern er für Kunden zählt.
Beim Ingenieur aus dem Beispiel stand vorher: „Konstruktion von gesamten Anlagen, (von Entwicklungsphase bis Inbetriebnahme, 5 Jahre). Konstruktion und Detaillierung von Baugruppen. Konstruktion / Entwicklung von Werkzeugen. Selbständig seit 2026.“
Die Fakten sind gut, die Form nicht. Klammern und Schrägstriche lesen sich wie eine Notiz. Flüssiger wird es so: „5 Jahre Erfahrung in der Konstruktion kompletter Anlagen, von der Entwicklungsphase bis zur Inbetriebnahme. Dazu Konstruktion und Detaillierung von Baugruppen sowie Entwicklung von Werkzeugen. Seit 2026 selbständig.“
Noch stärker würde der Text mit einer Zahl oder einer Branche, etwa wie viele Anlagen er konstruiert hat und für welche Industrie. Kundennamen gehören nur mit Einverständnis hinein. Wie du Kundenstimmen gezielt einsetzt, zeigt der Artikel Referenzen als Freelancer: Wie du Kundenstimmen strategisch einsetzt.
Die fünf häufigsten Fehler
1. Floskeln statt Fakten. „Flexibel“, „lösungsorientiert“ und „zuverlässig“ sagt jeder über sich. Zeig lieber, was du tust: „kurzfristig einsetzbar für Projektspitzen“.
2. Erfahrung wiederholt die Schwerpunkte. Stehen dieselben Begriffe in beiden Feldern, verschenkst du Platz. Die Erfahrung liefert Belege zu den Schwerpunkten.
3. Kontaktdaten, Preise oder Links im Text. Telefonnummer, Stundensatz oder Website gehören in andere Profilfelder. Im Fliesstext wirken sie unruhig, und die Profile auf Freelancer-Schweiz.ch sind bewusst anonym.
4. Stichworte mit Klammern und Schrägstrichen. Ein Profil ist kein Lebenslauf. Zwei bis drei flüssige Sätze lesen sich besser als eine Liste aus Abkürzungen.
5. Deutsche statt Schweizer Rechtschreibung. In der Schweiz schreibt man „ss“ statt „ß“. Ein kleines Detail, das KMU-Entscheider bemerken.
Schwach oder stark: der direkte Vergleich
| Schwach | Stark |
|---|---|
| Ich bin ein erfahrener Entwickler. | Webentwicklung für KMU, von der Konzeption bis zum Betrieb. |
| Lösungsorientiert und flexibel. | Kurzfristig einsetzbar für Projektspitzen und Neuentwicklungen. |
| Diverse Projekte in verschiedenen Branchen. | 12 Konstruktionsprojekte für KMU im Anlagenbau. |
| Beratung und Support. | Fertigungsreife Zeichnungen und Betreuung bis zur Montage. |
| Konstruktion / Entwicklung (5 J.) | 5 Jahre Erfahrung in der Konstruktion kompletter Anlagen. |
Der Schwerpunkte-Generator: dein Profil in zehn Minuten
Damit du nicht bei null anfangen musst, haben wir ein kostenloses Werkzeug gebaut. So funktioniert es:
1. Du beantwortest ein paar Fragen zu deiner Dienstleistung, deinen Aufgaben, Branchen, Jahren und Projekten. Stichworte genügen.
2. Du bekommst drei Textvorschläge pro Feld, jeweils innerhalb der erlaubten 50 bis 400 Zeichen.
3. Du siehst, was der neue Text besser macht, wenn du deinen bisherigen Text einfügst.
4. Du passt den Vorschlag an und kopierst ihn in dein Profil.
Der Generator setzt nur deine eigenen Angaben zusammen. Er erfindet keine Jahre, Projekte oder Kunden, und deine Angaben bleiben in deinem Browser.
Wer mehr will, kann die Texte mit KI formulieren lassen, direkt mit einem Claude-Konto oder mit „Prompt kopieren“ in ChatGPT oder einer anderen KI. Schnelle Vorschläge ohne KI gibt es immer.
Kurz zusammengefasst
Dein Profil hat zwei Aufgaben: zeigen, was du für den Kunden tun kannst, und belegen, warum er dir vertrauen kann. Beginne bei den Schwerpunkten mit der Sache und nenne konkrete Aufgaben, Branchen und Ergebnisse. Liefere bei der Erfahrung Jahre, Projekte und Zahlen statt Wiederholungen. Streiche Floskeln, Kontaktdaten und Klammern. Und wenn du Unterstützung willst, hilft dir der Schwerpunkte-Generator in wenigen Minuten.
FAQ
Was gehört in das Feld „Schwerpunkte“ auf Freelancer-Schweiz.ch?
Deine Dienstleistung, 3 bis 5 konkrete Aufgaben, die Branchen, für die du arbeitest, das Ergebnis für den Kunden und typische Situationen, in denen man dich holt. Beginne mit der Sache, nicht mit „Ich“.
Was ist der Unterschied zwischen „Schwerpunkte“ und „Erfahrung“?
Die Schwerpunkte beschreiben, was du anbietest. Die Erfahrung belegt, dass du es kannst: mit Jahren im Fachgebiet, konkreten Projekten, Zahlen, Branchen und relevanten Abschlüssen.
Wie lang sollten die Texte sein?
Auf Freelancer-Schweiz.ch sind pro Feld 50 bis 400 Zeichen möglich. Zwei bis drei flüssige Sätze mit 250 bis 400 Zeichen nutzen den Platz meist am besten.
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Über den Autor
Name: Amor Dhaouadi
Kurzbeschreibung: Amor ist dein Partner und Helfer, wenn du mehr Erfolg im Beruf und im Geschäft haben willst. Gibt Orientierung bei komplexen Entscheidungen in Vertrieb, Marketing und Strategie. Unterstützt Solopreneure und Unternehmer dabei, Klarheit zu gewinnen, Potenziale zu erkennen und wirkungsvolle Schritte umzusetzen. Der Fokus: praxisnahe Impulse, die Wachstum fördern: persönlich, unternehmerisch und strategisch
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Dieser Artikel wurde in den Freelancer-Schweiz-News 10/2026 - Bonusausgabe veröffentlicht.



