Liquidität planen statt hoffen
Ein einfacher Fahrplan für Schweizer KMU im unsicheren Marktumfeld 2026.
Liquidität ist 2026 das Nervensystem deines KMU.
Wenn der Cashflow stockt, hilft dir auch ein voller Auftragsbestand wenig.
Unsichere Konjunktur, höhere Zinsen und teurere Finanzierung machen kurzfristig verfügbare Mittel wichtiger denn je. Gleichzeitig zögern viele KMU, überhaupt eine Kreditanfrage zu stellen, weil sie den Prozess als mühsam und langwierig erleben.
Genau deshalb brauchst du zwei Dinge.
Transparenz darüber, wer wann zahlt und was wann rausgeht.
Und Entscheidungsfähigkeit, um eingreifen zu können, bevor es eng wird.
Viele KMU schauen zuerst auf Umsatz und Gewinn. Das ist verständlich, aber riskant. Denn die knappste Ressource ist fast immer Bargeld.
Gewinn sagt dir, ob sich dein Geschäft langfristig lohnt.
Liquidität sagt dir, ob du heute Löhne, Lieferanten und Steuern zahlen kannst.
Ein einfaches Bild macht den Unterschied klar.
Gewinn ist der Gesundheitscheck im Jahresbericht.
Liquidität ist der Puls.
Wenn der aussetzt, nützt dir der schönste Bericht nichts.
Liquiditätsengpässe entstehen selten plötzlich. Sie bauen sich schrittweise auf. Wer sie früh erkennt, hat Handlungsspielraum. Wer sie ignoriert, reagiert zu spät.
Umsatz ist kein Cash. Gewinn ist kein Cash.
Entscheidend ist, wann Geld tatsächlich auf deinem Konto eingeht.
Viele KMU feiern grosse Projekte als sicheren Erfolg, vergessen dabei aber Zahlungsziele, Teilrechnungen oder Verzögerungen. Gleichzeitig werden Steuern, Sozialversicherungen oder Mehrwertsteuer bezahlt, ohne sie sauber zu planen.
Liquidität ist die ehrlichste Kennzahl.
Sie zwingt dich zu realistischen Annahmen und zu Entscheidungen, bevor der Druck steigt.
Für die meisten KMU reicht ein rollierender 13 Wochen-Plan. Das entspricht rund drei Monaten.
Excel oder ein einfaches Tool sind dafür völlig ausreichend.
Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern Konsequenz.
Nimm deinen aktuellen Kontostand als Ausgangspunkt.
Berücksichtige Bank, Post, Kasse sowie allfällige überzogene Limiten und kurzfristige Darlehen.
Das ist deine reale Ausgangslage. Nicht geschönt. Nicht interpretiert.
Denke in Zahlungseingängen, nicht in Umsätzen.
Schau dir offene Rechnungen an und bewerte sie nach dem tatsächlichen Zahlungsverhalten deiner Kunden, nicht nach dem Fälligkeitsdatum. Plane kommende Rechnungsstellungen ein und überlege, wann der Zahlungseingang realistisch erfolgt.
Berücksichtige Sonderfälle wie Förderbeiträge, Mehrwertsteuerguthaben oder Steuererstattungen.
Grundregel: Lieber pessimistisch planen als optimistisch.
Erfasse alle fixen Ausgaben wie Löhne, Mieten, Leasing, Versicherungen und Abonnemente.
Plane variable Ausgaben wie Lieferanten, Material, externe Dienstleistungen oder Marketing.
Vergiss Staat und Banken nicht. Steuern inklusive Akontozahlungen, Sozialversicherungen, Zinsen, Amortisationen und Mehrwertsteuer gehören zwingend dazu.
Für jede Woche gilt:
Startsaldo plus Einzahlungen minus Auszahlungen ergibt den Endsaldo.
Dieser Endsaldo wird zum Startsaldo der nächsten Woche.
Sobald ein negativer Wert auftaucht, hast du ein Frühwarnsignal. Und damit Zeit zu reagieren, statt ungeplant im Dispositionsrahmen zu landen.
Erstens: Forderungen beschleunigen.
Kürzere Zahlungsziele vereinbaren, Skonto gezielt einsetzen und das Mahnwesen konsequent digitalisieren. Wenn du diese Aufgaben nicht intern abdecken möchtest, kannst du die Buchhaltung abgeben und einen passenden Profi über unsere Bürodienstleister finden. Bei wenigen grossen Kunden können Bonitätsprüfungen oder Anzahlungen sinnvoll sein.
Zweitens: Zahlungsziele mit Lieferanten aktiv verhandeln.
Wo du ein verlässlicher Kunde bist, sind längere Zahlungsziele oder Teilzahlungen oft möglich. Wichtig ist, offen zu verhandeln statt stillschweigend später zu zahlen.
Drittens: Lager und Projekte im Griff behalten.
Totes Lager bindet Liquidität. Bei Projekten helfen Meilensteinrechnungen, damit Geld nicht erst am Schluss fliesst.
Viertens: Steuern und Mehrwertsteuer aktiv steuern.
Provisorische Steuerrechnungen anpassen, wenn der Gewinn tiefer ausfällt als im Vorjahr. Die passende MWST-Methode prüfen, um unnötige Liquiditätsbindung zu vermeiden.
Fünftens: Banklinien rechtzeitig sichern.
Kreditgespräche führen, solange es deinem Unternehmen gut geht. Mit aktuellem Jahresabschluss, Planrechnung und 13 Wochen-Liquiditätsplan. Linien definieren, bevor du sie brauchst.
Diese Muster zeigen sich immer wieder.
Es wird gar nicht geplant, man schaut nur auf den Kontostand.
Umsatz wird mit Cash verwechselt.
Steuern und Sozialversicherungen werden nicht systematisch eingeplant.
Banken werden erst kontaktiert, wenn der Rahmen bereits überschritten ist.
Die gute Nachricht:
Eine einfache, wöchentliche Liquiditätsübersicht eliminiert den Grossteil dieser Probleme.
Liquidität ist kein Solo-Thema der Buchhaltung, sondern Teamarbeit.
Die Geschäftsleitung definiert die notwendige Mindestliquidität und Massnahmen bei Engpässen.
Verkauf und Projektleitung liefern Informationen zu Aufträgen, Zahlungszielen und Risiken.
Die Buchhaltung pflegt den 13 Wochen-Plan, aktualisiert Ist-Zahlen und meldet Frühwarnsignale.
Ein Praxisbeispiel zeigt die Wirkung.
Ein KMU stellte fest, dass Engpässe regelmässig vor Lohnzahlungen und Mehrwertsteuerterminen auftreten. Heute werden Projekte und Rechnungsläufe so geplant, dass Zahlungseingänge rechtzeitig erfolgen oder Kreditlinien bewusst genutzt werden.
Setze diese Woche einen ersten groben 13 Wochen-Liquiditätsplan auf.
Besprich mit deiner Buchhaltung, welche Daten ihr dafür braucht.
Gehe offene Rechnungen durch und fasse bei den ältesten aktiv nach.
Prüfe mit Treuhänder, Bank oder einem externen Finanzexperten, ob deine Kreditlinien noch zu deinem Geschäftsmodell passen.
Liquiditätsplanung ersetzt Bauchgefühl durch Klarheit.
Sie macht dich handlungsfähig, bevor der Druck steigt.
So wird Liquidität von einer diffusen Sorge zu einem echten Steuerungsinstrument.
Und du kannst 2026 strategischer entscheiden, statt nur zu reagieren. Wenn du auf Freelancer-Schweiz sichtbar werden möchtest, kannst du dich in wenigen Minuten als Freelancer in der Schweiz eintragen.
Liquidität ist 2026 das Nervensystem deines KMU.
Wenn der Cashflow stockt, hilft dir auch ein voller Auftragsbestand wenig.
Unsichere Konjunktur, höhere Zinsen und teurere Finanzierung machen kurzfristig verfügbare Mittel wichtiger denn je. Gleichzeitig zögern viele KMU, überhaupt eine Kreditanfrage zu stellen, weil sie den Prozess als mühsam und langwierig erleben.
Genau deshalb brauchst du zwei Dinge.
Transparenz darüber, wer wann zahlt und was wann rausgeht.
Und Entscheidungsfähigkeit, um eingreifen zu können, bevor es eng wird.
Warum Liquidität 2026 Chefsache ist
Viele KMU schauen zuerst auf Umsatz und Gewinn. Das ist verständlich, aber riskant. Denn die knappste Ressource ist fast immer Bargeld.
Gewinn sagt dir, ob sich dein Geschäft langfristig lohnt.
Liquidität sagt dir, ob du heute Löhne, Lieferanten und Steuern zahlen kannst.
Ein einfaches Bild macht den Unterschied klar.
Gewinn ist der Gesundheitscheck im Jahresbericht.
Liquidität ist der Puls.
Wenn der aussetzt, nützt dir der schönste Bericht nichts.
Liquiditätsengpässe entstehen selten plötzlich. Sie bauen sich schrittweise auf. Wer sie früh erkennt, hat Handlungsspielraum. Wer sie ignoriert, reagiert zu spät.
Die eine Kennzahl, die du wirklich führen musst: Cash vor Gewinn
Umsatz ist kein Cash. Gewinn ist kein Cash.
Entscheidend ist, wann Geld tatsächlich auf deinem Konto eingeht.
Viele KMU feiern grosse Projekte als sicheren Erfolg, vergessen dabei aber Zahlungsziele, Teilrechnungen oder Verzögerungen. Gleichzeitig werden Steuern, Sozialversicherungen oder Mehrwertsteuer bezahlt, ohne sie sauber zu planen.
Liquidität ist die ehrlichste Kennzahl.
Sie zwingt dich zu realistischen Annahmen und zu Entscheidungen, bevor der Druck steigt.
Ein einfacher Fahrplan: Die 13-Wochen-Liquiditätsplanung
Für die meisten KMU reicht ein rollierender 13 Wochen-Plan. Das entspricht rund drei Monaten.
Excel oder ein einfaches Tool sind dafür völlig ausreichend.
Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern Konsequenz.
Schritt 1: Startsaldo klären
Nimm deinen aktuellen Kontostand als Ausgangspunkt.
Berücksichtige Bank, Post, Kasse sowie allfällige überzogene Limiten und kurzfristige Darlehen.
Das ist deine reale Ausgangslage. Nicht geschönt. Nicht interpretiert.
Schritt 2: Einzahlungen realistisch planen
Denke in Zahlungseingängen, nicht in Umsätzen.
Schau dir offene Rechnungen an und bewerte sie nach dem tatsächlichen Zahlungsverhalten deiner Kunden, nicht nach dem Fälligkeitsdatum. Plane kommende Rechnungsstellungen ein und überlege, wann der Zahlungseingang realistisch erfolgt.
Berücksichtige Sonderfälle wie Förderbeiträge, Mehrwertsteuerguthaben oder Steuererstattungen.
Grundregel: Lieber pessimistisch planen als optimistisch.
Schritt 3: Auszahlungen vollständig erfassen
Erfasse alle fixen Ausgaben wie Löhne, Mieten, Leasing, Versicherungen und Abonnemente.
Plane variable Ausgaben wie Lieferanten, Material, externe Dienstleistungen oder Marketing.
Vergiss Staat und Banken nicht. Steuern inklusive Akontozahlungen, Sozialversicherungen, Zinsen, Amortisationen und Mehrwertsteuer gehören zwingend dazu.
Schritt 4: Wöchentliche Netto-Liquidität berechnen
Für jede Woche gilt:
Startsaldo plus Einzahlungen minus Auszahlungen ergibt den Endsaldo.
Dieser Endsaldo wird zum Startsaldo der nächsten Woche.
Sobald ein negativer Wert auftaucht, hast du ein Frühwarnsignal. Und damit Zeit zu reagieren, statt ungeplant im Dispositionsrahmen zu landen.
Fünf konkrete Hebel, um Liquidität sofort zu verbessern
Erstens: Forderungen beschleunigen.
Kürzere Zahlungsziele vereinbaren, Skonto gezielt einsetzen und das Mahnwesen konsequent digitalisieren. Wenn du diese Aufgaben nicht intern abdecken möchtest, kannst du die Buchhaltung abgeben und einen passenden Profi über unsere Bürodienstleister finden. Bei wenigen grossen Kunden können Bonitätsprüfungen oder Anzahlungen sinnvoll sein.
Zweitens: Zahlungsziele mit Lieferanten aktiv verhandeln.
Wo du ein verlässlicher Kunde bist, sind längere Zahlungsziele oder Teilzahlungen oft möglich. Wichtig ist, offen zu verhandeln statt stillschweigend später zu zahlen.
Drittens: Lager und Projekte im Griff behalten.
Totes Lager bindet Liquidität. Bei Projekten helfen Meilensteinrechnungen, damit Geld nicht erst am Schluss fliesst.
Viertens: Steuern und Mehrwertsteuer aktiv steuern.
Provisorische Steuerrechnungen anpassen, wenn der Gewinn tiefer ausfällt als im Vorjahr. Die passende MWST-Methode prüfen, um unnötige Liquiditätsbindung zu vermeiden.
Fünftens: Banklinien rechtzeitig sichern.
Kreditgespräche führen, solange es deinem Unternehmen gut geht. Mit aktuellem Jahresabschluss, Planrechnung und 13 Wochen-Liquiditätsplan. Linien definieren, bevor du sie brauchst.
Typische Fehler in der Liquiditätsplanung
Diese Muster zeigen sich immer wieder.
Es wird gar nicht geplant, man schaut nur auf den Kontostand.
Umsatz wird mit Cash verwechselt.
Steuern und Sozialversicherungen werden nicht systematisch eingeplant.
Banken werden erst kontaktiert, wenn der Rahmen bereits überschritten ist.
Die gute Nachricht:
Eine einfache, wöchentliche Liquiditätsübersicht eliminiert den Grossteil dieser Probleme.
Wie du das Thema im Unternehmen verankerst
Liquidität ist kein Solo-Thema der Buchhaltung, sondern Teamarbeit.
Die Geschäftsleitung definiert die notwendige Mindestliquidität und Massnahmen bei Engpässen.
Verkauf und Projektleitung liefern Informationen zu Aufträgen, Zahlungszielen und Risiken.
Die Buchhaltung pflegt den 13 Wochen-Plan, aktualisiert Ist-Zahlen und meldet Frühwarnsignale.
Ein Praxisbeispiel zeigt die Wirkung.
Ein KMU stellte fest, dass Engpässe regelmässig vor Lohnzahlungen und Mehrwertsteuerterminen auftreten. Heute werden Projekte und Rechnungsläufe so geplant, dass Zahlungseingänge rechtzeitig erfolgen oder Kreditlinien bewusst genutzt werden.
Was du jetzt konkret tun kannst
Setze diese Woche einen ersten groben 13 Wochen-Liquiditätsplan auf.
Besprich mit deiner Buchhaltung, welche Daten ihr dafür braucht.
Gehe offene Rechnungen durch und fasse bei den ältesten aktiv nach.
Prüfe mit Treuhänder, Bank oder einem externen Finanzexperten, ob deine Kreditlinien noch zu deinem Geschäftsmodell passen.
Fazit
Liquiditätsplanung ersetzt Bauchgefühl durch Klarheit.
Sie macht dich handlungsfähig, bevor der Druck steigt.
So wird Liquidität von einer diffusen Sorge zu einem echten Steuerungsinstrument.
Und du kannst 2026 strategischer entscheiden, statt nur zu reagieren. Wenn du auf Freelancer-Schweiz sichtbar werden möchtest, kannst du dich in wenigen Minuten als Freelancer in der Schweiz eintragen.
Über den Autor
Name: Amor Dhaouadi
Kurzbeschreibung:
Amor ist dein Partner und Helfer, wenn du mehr Erfolg im Beruf und im Geschäft haben willst.
Gibt Orientierung bei komplexen Entscheidungen in Vertrieb, Marketing und Strategie.
Unterstützt Solopreneure und Unternehmer dabei, Klarheit zu gewinnen, Potenziale zu erkennen und wirkungsvolle Schritte umzusetzen.
Der Fokus: praxisnahe Impulse, die Wachstum fördern – persönlich, unternehmerisch und strategisch.
Falls Sie Anregungen haben oder unseren Newsletter abonnieren möchten, können Sie uns hier gerne eine Nachricht hinterlassen:
Dieser Artikel wurde in den Freelancer-Schweiz-News 02/2026 veröffentlicht.



